Ausschließungsgründe & behindernde Faktoren in der Hypnose
Verantwortung, Selbstkenntnis und Grenzen wahren
Diese Blogseite dient der Aufklärung, der Prävention und dem Schutz aller Beteiligten.
Hypnose braucht Stabilität
Hypnose setzt voraus:
- eine gewisse psychische Stabilität
- die Fähigkeit zur inneren Orientierung
- eine gesunde Selbstregulation des Nervensystems
Wo diese Grundlagen nicht gegeben sind, kann Hypnose mehr destabilisieren als helfen. In solchen Fällen gilt: Nicht intervenieren – sondern verweisen.
Absolute Ausschließungsgründe für Hypnose
1. Psychotische Erkrankungen
- Psychosen
- Schizophrenie
Gefahr der Realitätsverzerrung, Verstärkung von Wahninhalten, Identitätsinstabilität.
2. Anfallserkrankungen
- Epilepsie
- Asthma (bei starken Trance- oder Atemveränderungen)
Trancezustände können unkontrollierbare körperliche Reaktionen auslösen.
3. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Herzrhythmusstörungen
- instabile Kreislaufsituationen
Tiefe Entspannung oder emotionale Prozesse können das System überfordern.
4. Sehr niedriger Blutdruck
Gefahr von Kreislaufzusammenbrüchen, Ohnmacht, vegetativer Instabilität.
5. Substanzeinfluss
- Alkohol
- Drogen
- bewusstseinsverändernde Medikamente
Hypnose erfordert klare Wahrnehmung und bewusste Zustimmung.
6. Schwere Depressionen
Risiko der Verstärkung von Hoffnungslosigkeit, Dissoziation oder Rückzug.
7. Osteoporose & Wirbelsäulenprobleme
- besonders relevant bei Blitz- und Schockinduktionen
Gefahr körperlicher Verletzungen durch plötzliche Spannungswechsel.
8. Diabetes
In Hypnose werden bis zu 20 % mehr Glukose verbraucht –
→ Risiko einer Hypoglykämie.
Behindernde Faktoren in der Hypnose
Nicht immer ist Hypnose ausgeschlossen – manchmal ist sie einfach nicht wirksam, weil innere oder äußere Faktoren im Weg stehen.
Angst vor Kontrollverlust
- Misstrauen
- innere Abwehr
- übermäßiger Wunsch nach Kontrolle
Hypnose ist Kooperation, kein Überwältigen.
Hoher Stress oder innere Unruhe
Der Geist bleibt im Alarmzustand – Trance vertieft sich nicht.
Elektrosmog & Ablenkung
- Handy am Körper
- Smartwatches
- starke elektromagnetische Felder
Besonders bei sensiblen Menschen beeinträchtigt dies das Nervensystem und die Trancefähigkeit.
Die ethische Haltung in der Hypnosearbeit
Eine verantwortungsvolle hypnotische Arbeit erkennt:
- eigene Grenzen
- die Grenzen des Gegenübers
- die Grenze zwischen Begleitung und Therapie
Hypnose darf niemals:
- medizinische oder psychiatrische Behandlung ersetzen
- gegen den Willen des Klienten erfolgen
- Symptome überdecken, ohne Ursachen zu klären
Selbstverantwortung & Klarheit
Hypnose ist kein Allheilmittel.
Sie ist ein Lernzustand, der nur dann wirkt, wenn:
- der Mensch stabil genug ist
- der Rahmen sicher ist
- Vertrauen besteht
- die Entscheidung von innen kommt
Grenzen zu wahren ist kein Mangel – es ist Ausdruck von Integrität.
Ausschließungsgründe und behindernde Faktoren:
- schützen Klient:innen und Begleiter:innen
- bewahren die Wirksamkeit der Methode
- sind Ausdruck von Professionalität, nicht von Einschränkung
Hypnose wirkt dort am stärksten, wo Klarheit, Stabilität und Bereitschaft zusammentreffen.


