"Jeder von uns mag es und braucht es für sein seelisches Wohlbefinden: das Lob! Ohne Lob, ohne positive Bestärkung der guten Eigenschaften, welken diese dahin und sterben. Schon ein kleines Lob ist bereits so etwas wie die Haupttribüne der Ermutigung. Jeder von uns wünscht sich gelobt zu werden, und wir möchten genau wissen, was wir dafür tun müssen.
Irgendwann fiel mir eine Zeitschrift in die Hände, in der es um eine Therapiegruppe ging, die positive Verstärkung bei kleinen Kindern mit einer Ess-Störung anwandte. Wenn eines dieser Kinder feste Nahrung zu sich nahm, musste er diese beinah augenblicklich erbrechen. Jedes mal, wenn ein Kind einen winzigen Happen Essen eine Minute oder länger bei sich behalten konnte, schmiss die Gruppe eine Party: Die Eltern setzten sich Papierhüte auf, stellten sich auf die Stühle und klatschten, die Krankenschwestern tanzten und warfen bunte Konfetti um sich, und die Lieblingsmusik der Kinder wurde aufgelegt. Es wurde ein großes Fest ausgerichtet, bei dem das Kind, das den Bissen heruntergeschluckt und bei sich behalten hatte, im Mittelpunkt stand.
Die Kinder schafften es allmählich, immer mehr Essen bei sich zu behalten. Die reine Begeisterung, Ursache eines solchen Freudenfestes zu sein, überlistete ihr angeschlagenes Nervensystem."
Loben macht die Herzensräume weit, zaubert ein Lächeln aufs Gesicht, wärmt den Bauch, tut gut und die Augen funkeln. Achte auf Deine Sprache, und lass den Verurteilungen, Beurteilungen und der Angst durch das "sich-öffnen" und verletzlich zu sein, keinen Raum. Fülle ihn lieber mit dem Zauber des bedingungslosen wahren Gebens, von Seele zu Seele, denn ICH bin Dein anderes DU und DU bist mein anderes ICH.