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Katharina Linhart – „Ich sehe Dich.“
Spirituelle & prozessorientierte Persönlichkeitsentfaltung

Beltaine - Wendepunkt und Beginn der Reifezeit

Beltaine - Wendepunkt und Beginn der Reifezeit

Beltaine bildet als Hauptfest die Achse zu Samhain, welche das Jahr in eine helle bzw. dunkle Seite, einen Jahrestag und eine Jahresnacht, ein Sommer- und ein Winterhalbjahr teilt. Beltane (auch Walpurgisnacht genannt) gilt als der höchste Feiertag unter den Hexen und das Fest der Reinigung und der Fruchtbarkeit, der Zeit der Stärke und Reife, der Liebe und Lebensfreude. Beltane symbolisiert den Wunsch nach Kindern, nach fruchtbarer Erde und nach fruchtbarem Vieh.

"Beltane" bedeutet "Feuer des Bel" und wird allgemein mit "leuchtendes Feuer" oder "glückbringendes Feuer" assoziiert, denn der Gott Bel ist "der Leuchtende". Belenos ist der keltische Lichtgott, der dem germanischen Balder (Baldur) entspricht.

Beltane ist als Mitte des Frühlings auch der Übergang vom Frühling zum Sommer. Es ist auch als Cetsamhain (Gegen-Samhain) bekannt, weil Beltane im Jahresrad Samhain genau gegenüber liegt und die helle Jahreshälfte einleitet, Samhain dagegen die dunkle. Samhain und Beltane enthalten eine Reihe paralleler Punkte, allerdings unter unterschiedlichen Vorzeichen.

Zu Samhain muss in Feld und Flur alles abgeräumt, zu Beltane, spätestens bis zum ersten Kuckucksruf, der Weizen im Boden sein. Zu Samhain kommt das Vieh von der Sommerweide zurück, zu Beltane treibt man es hinaus. Das Feuer zu Samhain besitzt vorwiegend Schutzcharakter, das zu Beltane ist vorwiegend ein Freudenfeuer.

Im Mai lebt die Natur auf. Das zarte Grün des Frühjahrs wird ersetzt durch die kräftigen Farben und Blüten des jungen Sommers. Wenn das Wetter wärmer wird und alle Pflanzen blühen, herrscht ein ausgelassenes Gefühl. Die Tiere des Waldes sind nun besonders aktiv und laut. Alle freuen sich darüber, dass die Natur in voller Fruchtbarkeit und voller Blüte steht.

Der Maibaum, um den die Leute tanzen und der ihnen Fruchtbarkeit verspricht, ist zugleich phallischer Repräsentant des Weltbaums und Symbol für die maskuline Kraft der Sonne, die in den vaginal-symbolischen Blumenring an der Spitze eindringt, der für die weibliche Erde mit ihren nährenden Kräften steht. Es werden die untrennbaren Kräfte der Sonne und der Erde symbolisiert. Mutter Erde (die Göttin) wird von der Sonne (dem gehörnten Sonnengott) befruchtet. Der Sonnengott ist zum Mann herangereift, die Göttin zur Frau. Sie tritt nun in ihre fruchtbare Reifephase ein und wird als gebärfähige Frau in Rot dargestellt. Die Bindung zwischen beiden hat sich seit Ostara noch gefestigt, und beide geben nun ihrem Begehren nach, vermählen und vereinigen sich, um die nächste Inkarnation des bald sterbenden Sonnengottes zu zeugen.

Das Fest war im germanischen Raum der Göttin Frigg geweiht, der Herrin über Magie und Liebe, aber auch der Vanengöttin Freya. Beide stehen hier für Fruchtbarkeit und Zeugungskraft. Der Überlieferung zufolge brennt in der Walpurgisnacht eine blaue Flamme über vergrabenen Schätzen. Das Feuer hat in dieser Nacht eine besondere magische Kraft. Es kann dazu verwendet werden, böses wyrd (altnordisch: Schicksal) abzuwenden oder Tiere durch seinen Rauch zu segnen.

Bei den Waldhochzeiten verbrachten junge Männer und Frauen die ganze Nacht im Wald um den Sonnenaufgang am ersten Maimorgen zu begrüßen und sie kamen am nächsten Morgen mit Blumen und Blumengirlanden zurück ins Dorf um es zu schmücken.

Die alten Kelten zelebrierten ihr Blumenfest auf verschiedene Art und Weise. Einige trieben Tierherden durch zwei große Feuer hindurch. Damit wurde die reinigende Kraft des Feuers symbolisch dargestellt, welche die Tierherden vor Krankheiten schützte. Im Beltane- Ritual feierten die Kelten die Vereinigung der Göttin Cerydwen mit dem gehörnten Gott Cerunnos. Ihre Vereinigung brachte neues Leben auf die Erde.

Im Brauchtum ist es mancher Orts noch üblich den Maistrich zu ziehen: ein mit Farbe auf der Straße gezogener Strich zwischen den Haustüren von Verliebten oder von zwei jungen Menschen, welche die Dorfjugend gerne als Paar sehen würde. Oft verband der Maistrich aber auch aus Jux jene, von denen angenommen wurde, sie könnten sich nicht ausstehen. Die jungen Männer brachten ihrer Angebeteten auch eine geschmückte Birke als Liebesbeweis, während zickige und hochnäsige junge Frauen auch schon einmal einen Sack Sägemehl vor die Tür gestellt bekamen.

In dieser Zeit um Beltane suchten sich die jungen Frauen die stärksten und schönsten Männer, damit starke und gesunde Kinder entstehen konnten. Während im beginnenden Frühjahr die Liebespaare sanft und mit Distanz liebäugelten, war Beltane die Zeit, in der diese Liebesbeziehung nach außen bekundet wurde. Wer zu Beltane mit seiner Liebsten über das Feuer sprang, der galt als verlobt. Aber allen gemeinsam ist das ausgelassene Fest. Durch ekstatische Tänze und Gesänge wurde die Stimmung angeregt. Nach dem Sprung über das Feuer, verschwanden vor Sonnenaufgang dann nach und nach die einzelnen Pärchen und solche, die sich gefunden hatten, ganz unauffällig und mit einem Augenzwinkern im Wald und liebten sich. Rituelle Liebesakte auf den Feldern sollten die menschliche Fruchtbarkeit auf die Felder übertragen. Eine Zeit der überschäumenden Lebensfreude nahm ihren Anfang - nicht umsonst spricht man vom Wonnemonat Mai.

Man erzählt sich, dass der Morgen des ersten Mai ein magischer Moment allergrößter Kraft für das Wasserelement sei. Die Jungfrauen gingen aus, um ihre Gesichter im Morgentau zu waschen, und die Heiler sammeln "wildes Wasser" (Tau- Fluß- oder Meerwasser), das für das kommende Jahr als Basis für heilende Medikamente oder Tränke dient. Mairegen, Maitau und vor Sonnenaufgang geschöpftes Maiwasser wurden als heilend, segnend und schützend angesehen.

Wie auch zu Samhain ist die "Weltendecke" zu Beltane ganz besonders dünn, und Wesen aus der Anderswelt können herüberkommen. Alle Arten von Trollen, Riesen und Geistern seien in dieser Nacht unterwegs und es sind spezielle Segnungen für diese Nacht überliefert, die das Haus vor ihnen schützen sollen. Nach nordischem Glauben war es angebracht, Opfer für die umherziehenden Wesen nach draußen zu stellen (etwa Brot und Met).

Als Wendepunkt des Jahres beginnt nun die Reifezeit, in der die Pläne immer mehr Gestalt annehmen und die Aktivitäten ihren Lauf nehmen. Halte daher inne, reflektiere und erlaube den Prozessen im Inneren den gebührenden Raum, dann können diese mentalen Prozesse eine spontane und oft auch unvorhergesehene Erneuerung/Entwicklung bringen, da der eigenen Wahrheit, und dem tief darunter verborgenen Bedürfnis nachgegangen worden ist.

 

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