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Schamanismus

Schamanismus

Schamanisches Arbeiten wirkt auf den tiefsten Schichten des Mensch-Seins. Krafttiere, Gesänge in Begleitung der Trommel und das Reisen werden bei den unterschiedlichsten Techniken sowie Zeremonien dazu gezogen. Spiritualität und Wissenschaft, Wahrnehmung von feinstofflichen Energien und das bewusste Erleben und Gestalten des Jetzt schließen einander nicht aus, sondern bedingen einander.

  • Grundzüge des Schamanismus

    Grundzüge des Schamanismus

    Schamanismus als innere Haltung

    Schamanismus ist keine Methode, kein Beruf und keine Technikensammlung.
    Er ist eine Haltung zum Leben, ein bewusster Zustand des Seins, aus dem Handeln entsteht.

  • Der Schamane

    Der Schamane

    Seher:in, Grenzgänger:in und Hüter:in der Übergänge

    Der Schamane oder die Schamanin ist keine Berufsbezeichnung im modernen Sinn.
    Er oder sie ist kein Titel, sondern Ausdruck einer besonderen Beziehung zur Wirklichkeit.

  • Die Schamanentrommel

    Die Schamanentrommel

    Klang, Vehikel und Herzschlag der Welt

    Die Schamanentrommel ist kein Musikinstrument im gewöhnlichen Sinn.
    Sie ist Klangkörper, Weg und Beziehungspartner zugleich. Ihr Rhythmus wirkt nicht dekorativ, sondern ordnend, tragend und bewusstseinsverändernd. In der schamanischen Praxis ist sie eines der ältesten und kraftvollsten Vehikel, um zwischen den Ebenen der Wirklichkeit zu wandern – ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren.

  • Schamanischer Bewusstseinszustand

    Schamanischer Bewusstseinszustand

    Klare Trance statt Kontrollverlust

    Der schamanische Bewusstheitszustand wird in modernen Vorstellungen oft missverstanden: als Wegtreten, Ekstase oder Kontrollverlust. In der traditionellen schamanischen Praxis ist jedoch das Gegenteil der Fall. Schamanische Trance ist ein Zustand höchster Präsenz, nicht der Bewusstlosigkeit. Sie verbindet Wachheit, Fokus und Offenheit zu einer besonderen Qualität von Wahrnehmung.

  • Schamanische Gesänge

    Schamanische Gesänge

    Stimme als Wille, Brücke und Fingerabdruck

    Im Schamanismus ist die Stimme kein bloßes Ausdrucksmittel, sondern ein Träger von Bewusstsein, Intention und Beziehung. Schamanische Gesänge – oft Kraftgesänge oder Kraftlieder genannt – wirken nicht, weil sie schön sind, sondern weil sie wahrhaftig sind. Sie verbinden Körper, Geist und Welt unmittelbar miteinander.

  • Schamanische Reisen

    Schamanische Reisen

    Bewusstes Wandern zwischen den Welten

    Spirituelle Reisen in andere Wirklichkeitsebenen sind kein exklusives Merkmal des Schamanismus. Sie finden sich in der christlichen Mystik (Visionen, Himmelsreisen, Seelenschau), im Islam (z. B. die Nachtreise Mohammeds) und in buddhistischen, hinduistischen und indigenen Traditionen.

  • Das Medizinrad

    Das Medizinrad

    Der Kreis als Urbild des Lebens

    Seit jeher nutzen Menschen Kreise und Räder, um die Ordnung des Universums zu verstehen. Die Linearität ist im schamanischen Verständnis eine nützliche, aber begrenzte Sichtweise. Der Kreis hingegen erlaubt, Zusammenhänge gleichzeitig zu erfassen.

  • Techniken des Schamanismus

    Techniken des Schamanismus

    Werkzeuge zur Wiederherstellung von Ganzheit

    Schamanische Techniken sind keine isolierten Methoden und keine „spirituellen Werkzeuge“, die unabhängig von Haltung oder Reife wirken.
    Sie sind Ausdruck einer Lebensweise, in der Wahrnehmung, Verantwortung und Beziehung zentral sind.

  • Naturwesen

    Naturwesen

    Naturgeister können überall dort gefunden werden, wo die Natur noch lebendig und kraftvoll ist. Sie beleben und beseelen die Natur, hüten, bewachen, bewahren und schützen ihre Kräfte und Schätze. Beständig erneuern sie auch die verbrauchte, beschädigte Energie.

  • Keltische Feste

    Keltische Feste

    Der Jahreskreis als schamanischer Weg der Erinnerung

    Die Kelten haben uns ein ungewöhnliches Erbe hinterlassen.
    Nicht in Form von Schriften, Dogmen oder Lehrsystemen, sondern eingebettet in Landschaft, Rhythmus und Erfahrung. Ihr Wissen liegt nicht auf Papier, sondern in der Natur selbst – in den Übergängen des Jahres, im Wechsel von Licht und Dunkelheit, im Puls von Werden und Vergehen.

  • Rituale/Riten

    Rituale/Riten

    Ordnung, Übergang und gelebte Verantwortung

    Rituale begleiten den Menschen seit Anbeginn. Sie sind keine religiösen Dekorationen und keine kulturelle Folklore, sondern Werkzeuge der Bewusstheit. Dort, wo das Leben sich wandelt, wo etwas endet und etwas Neues beginnt, schaffen Rituale Halt, Orientierung und Sinn. Im schamanischen Verständnis sind sie keine äußeren Formen, sondern gelebte Verantwortung.

  • Schamanismus und Wissenschaft

    Schamanismus und Wissenschaft

    Kein Widerspruch, sondern zwei Blickrichtungen

    Schamanismus und Wissenschaft werden oft als Gegensätze verstanden:
    hier Spiritualität, dort Rationalität – hier Erfahrung, dort Messung.

 

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